Weingüter

Pfalz: Biolandhof Dr. Andreas Kopf

In Mörzheim nahe Landau, dort, wo die Pfalz im Süden liegt, arbeitet Dr. Andreas Kopf mit Sachverstand: nach der Ausbildung zum Agraringenieur und Winzer hat er nicht nur promoviert – und dies zum Thema Reblaus! Er gibt sein Wissen in Lehre und Ausbildung auch weiter und bringt es täglich in den eigenen Betrieb ein. Die mit eineinhalb Hektar sehr kleine Betriebsfläche ist überwiegend bestockt mit Burgunderreben, außerdem freuen sich einige Riesling- und Sylvanerreben über das milde Klima und die Löß- Lehmböden. Das allein kann aber nicht erklären, warum er, beinahe unbemerkt, dennoch hochbepunktet, solch brillante, klare Weine mit eigener Handschrift entwickelt?

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Frankreich, Bordeaux: Château l’Escart

La terre-mère/Erde/Leben: 37 Hektar im Weingebiet Bordeaux, die eine Einheit bilden. Mit einer Landschaft und Natur, mit sieben Menschen, mit dem Weingut Château l’Escart. Mit einem Denken, das eine Nähe zur Erde verlangt, die nicht menschlicher Besitz ist. So dachten die Afrikaner, so anthroposophierte Rudolf Steiner und dies ist der Gedanken der Biodynamie. Familie Laurent, die das Weingut Château L’ESCART in den 90-er Jahren übernahm, arbeitet seit Jahrzehnten im ganzheitlichen Bewusstsein; zertifiziert nach Ecocert seit 2012, und nach Demeter, der strengsten Applikation unter den Biosiegeln, seit 2014. In das Jahr 1752 ist die Geschichte des Château l’Escart zu verfolgen in St. Loubès, zwischen Dordogne und Garonne, etwa eine halbe Autostunde von Bordeaux entfernt.
Wie sieht’s hier im Weinberg aus?

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Frankreich/Languedoc: Domaine de St. Eugène. Les trois tomates

Geschichten von Freunden, runden Weinen und roten Tomaten aus dem Süden Frankreichs bringen Freude in die Welt – davon ist leicht erzählt, mit der Schwere von 3 Tomaten. Denn mit ihnen beschloss sich eine alte Geschichte im Neuen, diese der Domaine de St. Eugène im Languedoc-Roussillon, einer Region in Frankreich zwischen der spanischen Grenze und der Côte d’Azur, mit feinen Sandstränden, rauen Bergen, mitreißenden Kulturstätten, und Städten wie dem Unesco-Weltkulturerbe Carcassone, eine turmbewehrte Festungsstadt mit drei Kilometer langen Mauern und 56 Türmen.

Im Umkreis von hundert Kilometern um die Domaine liegen weitere Städte, so die Hafenstadt Sète, die zweitgrößter Fischereihafen Frankreichs und die Geburtsstadt Georges Brassens und Paul Valérys ist. Und am Canal de la Robine thront Narbonne, wird von ihm mit dem Canal du Midi und dem Mittelmeer verbunden, diese einstige Hauptstadt der römischen »Provincia Narbonensis«. Zu deren Zeiten um 100 v. Christus findet sich die Domaine de St. Eugène erstmals geschichtlich erwähnt – als Pferdestation.

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Italien/Südtirol: Hof Gandberg

Es ist August, voller Sommer, und ich bin unverhofft angekommen nach wenig schwindelfreiem Reiseweg. Hier in Italien, oberhalb von St. Michael in Eppan: Ein Haus am Gandberg. Rebstöcke, Pfirsichbäume, ein waldiger Streifen … Hühner, Enten, blühende Beete und Bäume, gepflegte Wildheit – ein poetischer, idyllischer Ort. Und ich habe an diesem sonnigen Augusttag meinen Fuß tatsächlich auf den Boden an jenem des mächtigen Gandbergs gesetzt, im Umkreis der mehrsprachigen Stadt Bozen. Dies ist das Terroir des Biolandbetriebs und Slow Food-Unterstützers Hof Gandberg; ein Ort, der mir nahekommt.
Wer den Weg in den Weinberg findet, darf durch recht hohe Gräser mitgehen und zuhören. Ein großes Wissen hat der junge Winzer Thomas Niedermayr, der auf höfliche Art zurückhaltend und selbstsicher ist.

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Mosel: Weingut Leitzgen

Den Calmont – den »steilsten Weinberg Europas« – sieht man, wenn man aus dem Fenster blickt. Nicht aus irgendeinem, schon aus jenem des Weinguts Günter und Susanne Leitzgen im unscheinbaren Moseldorf Bremm. »Hier, mit dem Calmont, will ich leben und arbeiten«, ist sich der erfahrene Winzer sicher. Diese Sicherheit schmeckt in seinen Weinen nach: Weine aus Trauben, die er mit großer Sorgfalt pflegt, ausliest – grüne Lese und Handselektion sind hier noch Praxis – und liest.

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Sachsen, Grimma-Papsdorf: Saftmanufaktur Kerstin Lieber

»Ein Birnbaum in seinem Garten stand/und kam die goldene Herbsteszeit/ Und die Birnen leuchten« im 19. Jahrhundert, dies schrieb Fontane, der in der deutschen Volksballade eine naturmagische Idee formuliert: ein alter Herr beschenkt alle Mädels und Jungen mit Birnen, und dies lobesam noch über den Tod hinaus. Darin liegt die interkulturelle, menschliche Vorstellung vom Kreislauf des Lebens, der Sicherheit gibt, verwurzelnd ist … An welche Birnensorte und welchen knorrigen Obstbaum wird der Dichter Fontane gedacht haben?
Damit sind wir bei alten Obstbäumen und kommen leicht auf den Gedanken an den (Birnen-)saft und die im Jahr 2007 gegründete Saftmanufaktur Kerstin Lieber, die südlich vom Havelland liegt, in der Nähe Leipzigs und um die 160 km entfernt von Berlin. Hier lebt und arbeitet Kerstin Lieber, mit ihrer Familie. Die Unternehmerin und Mutter von drei Kindern hat sich nach Ihrem Studium an Berlins Humboldt-Universität zur praktischen Arbeit für das Obst entschieden …

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Griechenland, Messinia: Weingut Panagiotopoulos

Ein Vergnügen von Wenigen war Weintrinken mit den Anfängen der WeinKultur – bis die griechische kam: Die Griechen demokratisierten das Weintrinken. Die griechische Antike ist abendländische Kultur und Weinkultur hat griechische Tradition.
Reisen wir zum Weingut Panagiotopoulos, nach Messinia, in den südöstlichen Zipfel der Peloponnes. Schauen wir uns um: Gebirgszüge, das Taygetos Gebirge, vielfältige Flora und Fauna, die Flüsse Neda und Pamissos, Wasserfälle, den Golf von Messina und die Metropole Kalamata. Geprägt ist die etwa 3000 km2 große Region zudem von einer auch kulturell fertilen Tradition, Siedlungen aus der Frühbronzezeit, Einflüssen verschiedener Volksstämme, einer im 16. Jahrhundert beginnenden Blütezeit der mykenischen Kultur. Oliven, Olivenöl und Wein: diese Arkade verbindet Vergangenheit und Gegenwart. In Pirgos, auf einer Höhe mit Tripoli und zu erreichen, wenn man von Kalamata etwa 50 Kilometer in Mittelmeernähe dem Golf von Messina folgt, auf 400 Metern über dem Meeresspiegel, liegt das Weingut Panagiotopoulos.

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Württemberg: Weingut Martin Schropp

Erlenbach-Binswangen war mir kein Begriff. Und ich wäre nicht dorthin, zum Weingut Martin Schropp, unterwegs, wenn ich nicht früher im Jahr auf der internationalen Weinmesse einen tollen Riesling probiert hätte … Während ich unerwartet ins Württembergische unterwegs bin, entstand der Riesling nicht zufällig …. Folgen wir seinem Weg in den heimatlichen Weinort des Heilbronner Landes. Hier ist neben seinem Vater Martin und dessen Frau Silke seit 1992 der Sohn Felix verantwortlich für die Weine des Familienbetriebs, in dritter Generation. Er hat nach der Berufsschule bei mehreren VDP-Ausbildungsbetrieben gelernt, unter anderem beim Bioweingut Schäfer Heinrich Dann, wieder heimgekehrt, hat er sich voll auf den eigenen Betrieb konzentriert.

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Baden: Weingut Seeger

In diesem Raum: Weinfässer, Kunst, ein Bock. Und irgendwo ist sicher auch der Winzer, versunken in die Arbeit an seinen Weinen. Nicht weit von hier steht Susanne Seeger selbstbewusst vor ihren Schätzen … Richtig, wir sind in der Vinothek eines der besten deutschen Weingüter! Und stolz ist Familie Seeger mit Recht: Seit einige Fans großer französischer Burgunder ihren Rotweincuvées erlegen sind, steht der VDP-Betrieb, der sich behauptet im kleinsten Weinbaubereichs Badens, mit Lagen, die teils zu Heidelberg, teils zu Leimen gehören, auch im Zentrum der Weinkennerwelt, wird zudem von Eichelmann als Weltklasse-Weingut gerühmt … Und wo ist der Winzer, schwebt er über seine Böden?

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Baden-Württemberg: Manufaktur Jörg Geiger

naturbelassen/auserlesen/handwerklich/fruchtig/prickelnd/einzigartig/ erfrischend/aromatisch/exclusiv/anregend/andersartig /natürlich …unter diesen Motti, im Dorfe Schladt … ist eine wertvolle Idee zum Trinkgenuss geworden, der einen festen Platz bei Genussmenschen gewonnen hat. Schwerpunkt der Manufaktur sind die Prisecci, die ohne Alkohol auskommen und ganz anders als ein alkoholfreier Sekt schmecken. Denn hier geben verschiedene Früchte, Gemüse, Kräuter und Blumen das Aroma, vielschichtig wie ein Wein, prickelnd durch zugesetzte Kohlensäure… Oft vegan und bio sind auch keine Fremdwörter, versteht sich…

Ich bin ganz neugierig, die Manufaktur endlich zu besuchen – und Ihnen dann mehr zu berichten!

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